Achtsamkeit35 Jahre Kampfkunst im Erzgebirge seit 1983

Kanji Titel

独逸白鶴手拳法古武術協会

doitsu hakucho te kenpo kobujutsu kyokai – G.H.T.K.A.

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Achtsamkeit

注意力

Achtsamkeit erscheint heutzutage als altmodischer Begriff, jedoch ist er für einen Kampfkünstler unerläßlich, um ein höheres Niveau zu erreichen. Diese "Achtsamkeit" ist (wie sollte es nach Sitte des Dao) nach außen und innen gerichtet. Sie befähigt den Kampfkünstler, seine Umwelt zu sehen WIE-SIE-IST, den Kern von Situationen zu erfassen, Gefahren zu erkennen, auf Veränderungen reagieren zu können. Auf dem Weg nach innen, befähigt eine höhere Achtsamkeit, Gedanken, Worte und Taten genauer abzuwägen, die Selbsttäuschung zu minimieren, das EGO klein zu halten, Kausalitäten zu erkennen und zu akzeptieren, sowie vermeidbare Dingen zu vermeiden. 

In den japanischen Kampfkünsten spricht man von Zanshin  残心, dabei handelt es sich um genau diesen Zustand der Achtsamkeit, der als optimal bezeichnet werden kann und der sich bei längerem Kampfkunststudium nahezu "von selbst" einstellt.

Wenn viele, vornehmlich westliche Lehrer von einer "erhöhten Wachsamkeit" sprechen, so handelt es sich um eine Fehlinterpretation, sie führt nicht selten zu einer Art Paranoia. Die alten Meister meinten nur eine "vollständige Wachsamkeit und Konzentration auf das Jetzt". Diese vollständige Wachsamkeit/Achtsamkeit ist in der globalen Lethargie der technisch-medialen Ablenkungen der neoliberalen Konsum-Neuzeit, viel schwieriger zu erreichen, als zu Zeiten dieser Alten und in etwa gleichwertig mit der Mondlandung.

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