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Kanji Titel

独逸白鶴手拳法古武術協会

doitsu hakucho te kenpo kobujutsu kyokai – G.H.T.K.A.

Kata

型 / 形

In Kampfkünsten wie Karate gibt es vorgefertigte Formen namens Kata (auch bekannt als Chuán oder Xíng), die stilisierte ritualisierte und thematische Darstellungen von Kampftechniken und energetischen Prinzipien sind.

Diese oft abstrakten Bewegungen zu analysieren, wird Bùńkáí genannt und um dann mit einem Partner zu arbeiten, wird die resultierende Technik Ōyō genannt.

Kata, Bùńkáí und Ōyō studiert man in mehreren Schichten:

    Die Wissenschaft der Gewalt: Verstehen, welche Art von Zweck die Bewegungen wahrscheinlich hätten
    Die Wissenschaft der Technik: die Bewegungen auf effiziente und genaue Weise ausführen
    Die Wissenschaft des Lernens: Die Kata wird verwendet, um nach Antworten zu graben
    Die Wissenschaft innerer oder gesundheitlicher Vorteile: Schnelle Formen können kalisthenische Vorteile haben, während Formen wie Sanchin muskuläre (isometrische Spannung) Vorteile haben können und von internem Nutzen sind (siehe in Tàijíchuán und Yóga), Verbesserung von Entspannung, Atmung, Blutfluss etc
    Die Wissenschaft des Geisteszustandes: Kata kann bei Fokusierung, Meditation, Konzentration, Visualisierung helfen.

Abgesehen von diesen Faktoren, wenn wir nur auf den physischen Selbstverteidigungsaspekt des Bunkai schauen, haben wir verschiedene Möglichkeiten:

    Bedenke die Möglichkeit, daß die Anwendung eine Waffe beinhalten könnte.
    Berücksichtige die Möglichkeit, daß die offensichtlichste Anwendung angewendet werden sollte (d.h. was aussieht wie ein Schlag ist eigentlich ein Schlag).
    Bedenke die Möglichkeit, daß die offensichtlichste Anwendung nicht angewendet werden sollte (d.h. was aussieht wie ein Schlag, kann kein Schlag sein und muss daher etwas anderes wie z.B. ein Wurf sein).
    Betrachte primäre Quellen. Ist die Arbeit von Motobu, Funakoshi, Miyagi etc. wirklich eine Option für uns?
    Suchst du etwas, das nicht da ist? Mach die Dinge nicht komplizierter. Der Bogen ist nur ein Bogen - es kann wie ein Kopfstoß aussehen, aber es ist keiner
    Könnte die Technik nur ein Prinzip sein?
    Überlege, deine Perspektive zu ändern. Vielleicht ist der Angreifer hinter dir. Vielleicht bist du auf engstem Raum.
    Lass Dich nicht von Etiketten und alten Frauengeschichten abschrecken. Nèifànchì ist nicht für den Kampf in einem Boot oder Reisfeld und Passai ist nicht für den Sturm auf eine Festung.
    Lass Dich nicht von Bunkai-Ablehnern abschrecken, die Bruce Lee (falsch) zitieren und sagen, daß jede Formstudie ein klassisches Durcheinander ist und der Geist frei sein sollte. Nur durch die Anwendung von Beschränkungen können wir lateral über ein Problem nachdenken. Wenn dir jemand sagte, du könntest deine Hände nicht benutzen, würdest du deine Füße kreativer nutzen.
    Halte es echt. Bunkai sollte einfach sein. Gehe anfangs nicht zu kreativ vor.

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