Startseite37 Jahre Kampfkunst im Erzgebirge seit 1983

Kanji Titel

独逸白鶴手拳法古武術協会

doitsu hakucho te kenpo kobujutsu kyokai – G.H.T.K.A.

Strategie

戰略

Die Strategie des Schüler's

MartialArts vs. MartialArts

Auf den üblichen Seiten und in den einschlägigen Bücher wird immer wieder die gleiche Gebetsmühle angeschoben: Karate beruht auf 3 Säulen, dabei handelt es sich um Kihon 基本, Kata , Kumite 組手, blabla ...

Kampf beruht auf Strategie, die Strategie des Schüler's zur Erlangung der Fähigkeit zu kämpfen, besteht grundlegend aus Vorbereitung (das wäre dann Kihon), Übung/Drill/Manöver (Kata) und der Durchführung (Kumite). Insofern ist das doch eigentlich richtig? Leider zu starr gedacht, denn die Vorbereitung besteht nicht aus den profanen Grundschultechniken (Kihon), sondern aus allen möglichen verteidigungsrelevanten und konditionierenen Themen, wie z.B. Meditation, Qigong, Abhärtung, Kraft- und Schnelligkeitstraining., Beobachtung von Menschen, Tieren und Situationen in denen sie sich befinden, aber auch das Studium von physischen, anatomischen, psychologischen Grundlagen, etc. etc..

Die Übung besteht dann auch nicht nur aus der Form an sich, sondern aus dem routinieren von Techniken, Abläufen, Verhalten, etc. in Ein-Mann-Formen, Zwei-Mann-Formen, im Alltag, unterschiedlichen Übungen mit verschiedenen Regeln bzw. Einschränkungen.

Was bleibt zu Schluß? Nein, kein Kumite, sondern der ernsthafte, reale Kampf ohne Regeln, so wie es Dich überall auf der Straße treffen kann.

Somit beruht meine Kampfkunst nur auf zwei Säulen: Vorbereitung und Übung, die dritte Säule wäre die reale Erfahrung und gehört nicht zum Training, denn dafür trainiert man und vertraut darauf, es möglichst selten zu erleben.

Oder doch 3 Säulen ?

Ich habe das 3-Säulen-Modell nochmals reinterpretiert um der obengenannten Abfolge K>K>K ein Stück näher zu kommen bzw. es in eine der Tradition entsprechenden, nützlicheren und auch gesündere Form (zurück) zu bringen.

Siehe Artikel "3-Säulen".

Die Strategie des Lehrer's

Der Lehrer verfolgt (im Normalfall) eine etwas differenzierte Strategie zur Ausbildung seiner Schützlinge. Bei ihm stehen die kämpferischen Fähigkeiten des Schüler's an hinterer Stelle. Vielmehr ist er an der charakterlichen Ausformen des Schüler's, sowie an dessen Gesund- bzw. Selbsterhaltung interessiert. Ihm ist es wichtig, daß der Schüler durch das Training lernt, sein gesamtes Leben zu meistern und es nicht nötig hat, seine Interessen mittels Gewalt durchzusetzen.

Eine Kampfkunstschule sollte eine Lebenschule sein. Deshalb ist es umso günstiger um die Ausbildung bestellt, je jünger der Schüler ist, der damit beginnt. Je älter der Schüler, desto mehr Eigeninteresse an der Ausbildung ist von nöten. – "Die Teeschale ist schon weit gefüllt."

Des Lehrer's Kunst besteht nicht in seinen technischen Fähigkeiten, sondern darin, für jeden einzelnen Schüler eine angemessene Ausbildungsstrategie zu wählen.

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