Startseite46 Jahre Kampfkunst im Erzgebirge seit 1983

Chinesischer Schriftzug G.H.T.K.A.

独逸白鶴手拳法古武術協会

doitsu hakuchuu ti kenpo kobujutsu kyokai – G.H.T.K.A.

5 Leibwächter des Königs

五名保鑣

Die 5er-Bande

Glas

Den historisch interessierten Karateka werden folgende Namen bekannt sein: Matsumura Sōkon 松村宗棍, Itosu Ankō{ 糸洲安恒, Arakaki Seishō{ 新垣世璋, Àsátó Ankō{ 安里安恒, Kyan Chōtoku{ 喜屋武朝徳. Bevor ich auf die “richtigen” Namen eingehe, sei darauf hingewiesen, daß für diesen Artikel Kyan Chōtoku nur von zweitrangiger Bedeutung ist, wichtiger hier, vor allem auf die besnannte Fünfergruppe, ist sein Vater Kyan Chofu 喜屋武朝扶.

Was haben diese fünf miteinander zu tun und warum ist es von Belang? Nun erstens, sie waren Zeitgenossen (Matsumura 1798–1890 / 1800–1892 / 1809–1896 / 1809–1901, Asato 1827–1906, Itosu 1831–1915, Kyan 1839-1910?, Aragaki 1840–1918), zweitens kennt fast jeder Karateka 空手家mindestens zwei dieser Namen, drittens trugen, bis auf Kyan alle den Titel Pēchin 親雲上 (Kyan war ein Uēkata [jap.: Oyakata] 親方 ), viertens waren sie alle mit der Entwicklung des Karate 唐手 verknüpft und zwei von ihnen mit dem Karate 空手, fünftens waren sie alle Bedienstete des letzten Regenten des Königreichs Rūchūkuku (jap.: Ryūkyū Ōkoku;) 琉球国 〜 琉球王国, Shū Tai (jap.: Shō Tai) 尚泰, aber wie wir erfahren werden, waren sie weit mehr.

Wo fang' ich an? Am besten beim Ranghöchsten.

Kyan

Glas

Kyan Chofu's richtiger Name im okinawanischen Dialekt Uchināguchi 沖縄口 lautet Arakaki Seishō 新垣世璋, Kyan Chufu. Er stammte ursprünglich aus einem Zweig der Mutubu Udun Familie本部御殿家. Als Chufu 19 Jahre alt war (nach japanischer Zählweise 19, tatsächlich 17), wurde er von der kinderlosen Kyan-Familie (aus dem Kyan-Palast) adoptiert. Der Grund dafür war, daß die erste Frau der Mutubu Udun Familie aus der Kyan-Familie stammte und die MMutubu Udun Familie selbst der Blutlinie Kyan's angehörte. Sein Vater, Mutunaga Chūyū (Motonaga Chōyō) 本永朝庸, war der zweite Sohn der Familie Motonaga und soll am Hofe von Sui 首里 nicht viel Erfolg gehabt haben, aber ich denke die dürftige Geschichtsschreibung übersieht hier einiges. 1833 wurde er ‚Diener‛ von König Shō Kō 尚灝, 1846 war er ‚Diener‛ von König Shō Iku 尚育, 1848 ‚Diener‛ von König Shō Tai 尚泰 und bis zum Ende des Königreichs dessen ‚Kammerdiener‛. Was immer man unter ‚Diener‛ verstehen mag (sofern die Übersetzung korrekt ist) und mag er als solcher begonnen haben, am Ende war er wohl eher ‚Stabschef‛ des Königs statt ‚Kammerdiener‛. Die Diener Usubashi 御側仕 und Begleiter Uchinju や近習 waren die engsten Berater des Königs. Drei Generationen von Königen als Berater zu dienen, deutet auf besondere Fähigkeiten hin. Es sei erwähnt, daß auch Matsumura Sōkon diesen drei letzten Königen diente. Die Familie Kyan war eine feudale Herrenfamilie von Ryūkyū. Die aufeinanderfolgenden Oberhäupter der Familie wurden zum Uēkata ernannt, dem höchsten Rang unter den Samurē サムレー bzw. Yukatchu 良人. Die Familie genoß hohes Ansehen, einige ihrer Mitglieder wurden sogar zu Verwaltungschefs, den Sanshikan 三司官.

Nachdem das feudale Königreich abgeschafft, durch den Meijitennō ㍾天皇 abgeschafft wurde die Königsfamilie nach Edo 江戸 (1868 in Tôkyô 東京都 umbenannt), geholt (zur besseren Kontrolle, aber auch als eine Art Abfindung, faktisch bezahlter Ruhestand). Für Chufu bedeutete dies eine Beförderung zum Kāfù 家富 und ebenfalls einen Umzug mit dem Hause Shō, da er offenbar absolut loyal war und immenses Vertrauen genossen haben muß. Er blieb bis zum 32. Meiji-Jahr 明治三二年 in Tôkyô und kehrte dann in seine Heimat zurück. Die Abschaffung der Feudalherrschaft hatte ein drastische Verarmung des Adelsstandes und seiner Bediensteten zur Folge, nicht für Chufu. Er bezog als Shō-Bediensteter die ganze Zeit ein stattliches Gehalt und außerdem hatten die Kyan's, seitens des Meijitennō, einen Anspruch auf Goldstipendien in Form von Staatsanleihen. Anders als auf der japanischen Hauptinsel, wurden die Stipendien auf Ryūkyū nicht ausbezahlt, die Anleihen auf Staatsgold sollten separatistische, als auch China-affine Bemühungen der Adelsschicht und Ritterschaft, welche sich gegen die Annexion stellten, besänftigen, in dem sie den Lebensstandard der wichtigsten Familien erhielten.

Trotz der finanziellen Ausstattung oder vielleicht wegen ihr, startete Chufu einen Handwerksbetrieb für die Herstellung von Sàńshíń 三線.

Er war ein äußerst begabter Handwerker, insbesondere im Shamisenbau. Man sagt, daß er selbst in seinem späteren, zurückgezogenen Leben im Dorf Kume weiterhin Shàmíséń baute. Politisch war er jedenfalls nicht besonders aktiv. Doch seine einzige Stärke, sein Kanme, ermöglichte es ihm stets, wichtige Positionen zu bekleiden. Kurz gesagt, er war ein Mann des Kanme, ein Mann von Ansehen.

(Shàmíséń ist der japanische Begriff für die Sàńshíń, der Bericht war für das japanische Publikum bestimmt.) Da Chufu die Sàńshíń herstellen konnte, konnte er sie, wie jeder Instrumentenhersteller, auch spielen. Das Erlernen des Eisā und der klassischen Ryūkyū-Musik war für die Kinder der Oberschicht unerläßlich. Es nicht ungewöhnlich, daß er später selbst Musikinstrumente herstellte. Der Wohnsitz der Familie Kyan befand sich in Gibu 儀保, Suī 首里. Nach seiner Rückkehr verkaufte Chufu jedoch sein Elternhaus und ließ sich im Dorf Kuninda 久米村 nieder. Kuninda ist war ein Dorf im Hafen von Nāfa 那覇 und nicht weit vom geschäftigen Zentrum entfernt, daher war es eine günstige Wahl für einen Geschäftsstandort. Shō Kyū 尚 久 dürfte Chufu noch als Kind persönlich gekannt haben, seine Aussage, daß er politisch nicht aktiv war, scheint mir eine Schutzbehauptung gewesen zu sein, denn er erwähnte, daß er trotzdem ‚wichtige‛ Positionen bekleidete (Widerstand?).

Fazit

Chufu war ein extrem wichtiger Mann als Beamter des Königs und danach. Er war hochrangig adlig und zeitlebens angesehen. Er stellte ein Musikinstrument her, daß Mutubu Chūyū 本部朝勇 nachweislich, sehr häufig spielte. Dieses Instrument wurde beim Eisā-Tanz gespielt, der Eisā ist die Grundlage des „Tanzes der Krieger“. Chufu stammte aus dem Mutubu-Clan, ihm war das Mutubu udun dī 本部御殿手 sicher bekannt. Er war mit Sicherheit ein Kampfkunstexperte.

Wir sollten uns mindestens drei Begriffe merken: Kanme 貫目, Sàńshíń und König Shō Tai (siehe Tuudii).

Machuumura

Glas

Machūmura „Bushi‟ Sūkun, wie sein lokaler Name lautete, war ‚der‛ Karateexperte der nach Zeit nach schlechthin. Im Dorf Yamagawa 山川 in der Nähe von Sui geboren, galt er als jugendlicher Störenfried. Sein Vater Sōfuku Kaiyo 總福海洋 bat Sakugawa Kanga 佐久川 寛賀 deshalb, ihn unter seine Fittiche zu nehmen, was dieser für fünf Jahre tat. Die Ausbildung und/oder andere Einflüße ermöglichten Machūmura 1836 die Stelle eines Chikudun Pēkumi 筑登之親雲上 anzutreten, der niedrigste Pēkumi-Rang. 1838 ehelichte er Yonamine Chiru 与那嶺散, zu der wir noch später kommen.

Er diente den letzten drei Ryūkyū-Königen und war in deren Auftrag sowohl in mehreren Städten China's, als auch in Japan unterwegs. Diese Gelegenheiten nutzte er, entweder im Auftrag oder aus persönlichem Interesse um chinesische und japanische Kampfkünste zu studieren. Ich bin mir sicher, es war sein explizites Interesse und deswegen erhielt er vom König auch den Auftrag, die Kampfkünste und militärischen Fähigkeiten der ehemaligen Tributsherrscher und der damaligen Okkupanten genauestens zu studieren. Im Prinzip ging es darum, den japanischen Besatzern und potentiellen Usurpatoren des Königsthrones eine gewisse militärische Stärke entgegenzusetzen und zwar mit Wissen und Hilfe der ehemaligen, freundlicheren Tributsherren. Während die chinesischen Kaiser nur eine Tributszahlung und Loyalität erwarteten, dafür aber einen regen wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und militärischen Austausch boten, waren sie in den Augen der Besatzungsjapaner eher nur abtrünnige Untermenschen, aber niht auf alle Zeit, wie ich gleich schildern werde.

Satsuma

Die Satsuma / Kagoshima 薩摩 / 鹿児島 war eine Domäne (Han ) des Tokugawa bakufu / Shogunat's徳川幕府. Ihre Basis war die Kagoshimajō 鹿児島城 in der Satsuma-Provinz im Süden Kyūshū's 九州, regiert vom Tozama daimyō 外様大名 des Shimazu shi 島津氏. Diese kämpften seit der Mitte des 15. Jahrhunderts um die Kontrolle der nördlichen Ryūkyū-Inseln. 1609 erhielten sie die Erlaubnis des Shogun's für eine Invasion. Das heftige dreimonatige Gemetzel mit endete mit der darauffolgenden Einnahme Sui's und der Gefangennahme von König Shō Nei 尚寧. Nach dem Friedensvertrag oder Waffenstillstand oder wie man es bezeichnen möchte, annektierten die Satsuma Amami 奄美 und Tokara 吐噶喇. Während des restlichen Edo-Zeitalters prägte Satsuma die Politik und dominierte die Handelspolitik, um Ryūkyū's Tributstatus gegenüber China auszunutzen. Da ab den 1630er Jahren in weiten Teilen Japans strenge Seehandelsverbote verhängt wurden, sicherte Satsuma durch den Handel mit chinesischen Waren und Informationen über Ryūkyū eine bedeutende, wenn nicht gar einzigartige Rolle in der Wirtschaft und Politik des Tokugawa-Reiches. Die Shimazu bemühten sich fortwährend, ihre einzigartige Stellung als einziges Feudalgebiet, das ein ganzes fremdes Königreich als Vasallenstaat beanspruchte, zu betonen und erreichten wiederholte Erhöhungen ihres offiziellen Hofrangs, um ihre Macht und ihr Prestige in den Augen Ryūkyū's zu wahren. Im Jahr 1871 schaffte Kaiser Meiji jedoch das Han-System ab und teilte König Shō Tai im folgenden Jahr mit, daß er zum „Domänenoberhaupt der Ryūkyū-Domäne“ ernannt worden sei, wodurch die Autorität Satsumas über das Land nach Tokio übertragen wurde. Diese fand das gar nicht lustig und da sich solche Umstürzungen lange vorher abzeichnen, aber auch der jahrhundertlange Nutzen den sie als Besatzer zogen, hatte sich das Verhältnis zwischen ihnen und den Uchinānchū etwas gebessert, sodaß auch freundschaftliche oder sogar Vertrauensbeziehungen entwickeln konnten. Solch Beziehung(en) muß Machūmura gepflegt haben.

Jigenryu

Er lernte den Schwertkampf des Jigenryū 示現流 vielleicht sogar in Kagoshima, bis zur absoluten Meisterschaft. Er führte die Prinzipien der Schwertschule in die höfische Kampfkunst ein.

Jigen-ryū ist bekannt für seine Betonung des ersten Schlags, laut den Lehren der Schule ist ein zweiter Schlag nicht vorgesehen. Die Technik besteht darin, das Schwert in einer hohen Variante des Hasso-no-kamae 八相の構Hasso-no-kamae, dem sogenannten Tonbo-no-kamae 蜻蛉の構Tonbo-no-kamae (蜻蛉構, Libellenstellung), zu halten, wobei das Schwert senkrecht über der rechten Schulter gehalten wird. Der Angriff erfolgt, indem man auf den Gegner zuläuft und dann diagonal auf seinen Hals herabschneidet, dies alles mit einem langen, lauten „Ei!“. Jigenryū stammt in zweiter Generation vom Tenshin Shōden Katori Shintō-ryū 天真正伝香取神道流 ab, einer der ältesten Schwertschulen Japan's, beinhaltet aber nur einen geringsten Bruchteil der Technikvielfalt.

Im Tsuken kùnjutsu 津堅棍術 wird dies deutlich, sie soll direkt auf ihn zurückgehen. Die Kunst des Schwertkampfes gab er unter anderem an Àri und an Itarashiki Chochu 板良敷焼酎.

Beschreibungen

Machūmura erhielt, in Anerkennung seiner Fähigkeiten und Leistungen, vom letzten oder vorletzte König den Titel „Bushi“ 武士, was „Krieger“ bedeutet und was von da an sein Spitzname blieb.

Funakushi Jichin (jap.: Funakoshi Gichin) 船越義珍 beschrieb ihn als Sensei 先生 mit einer furchteinflößenden Ausstrahlung. Funakushi erwähnt, Machūmura wurde in keinem Duell besiegt, obwohl er viele Kämpfe bestritt.

Groß, schlank und mit einem Paar unheimlicher Augen (s. o., Kanme) ausgestattet, wurde Matsumura von seinem Schüler Itosu Ankō als blitzschnell und trügerisch stark beschrieben.

Seine Kampfkunst gilt als Ursprung vieler moderner Karate-Stile, wie beispielsweise Shōrinryū 少林流, Shōtōkan 松涛館 und Shitōryū 糸東流. Letztendlich lassen sich alle modernen Karate-Stile, die aus dem Suīdī 首里手 hervorgegangen sind, auf die Lehren von Machūmura Bushi zurückführen. Bemerkenswert ist, daß sein Enkel der moderne Karate-Meister Chinen Gua (jap.: Chitose Tsuyoshi) 千歳剛直 war, der Funakushi bei der Einführung und dem Unterrichten von Karate in Japan unterstützte und das Chitōryū 千唐流 gründete.

Machūmura Bushi wird die Weitergabe der Kata Naifanchin, Patsāi, Sēsan, Chintō, Gojūshiho, Kūshankū (die Verkörperung der Lehre Kung Hsiang Chun's, wie sie an Tūdī Sakugawa weitergegeben wurde) zugeschrieben. Manche sagen, Machūmura Bushi habe ein System des >Weißen Kranichs</a innerhalb seiner Familie weitergegeben. Sein Enkel Suken Hūhan (jap.: Soken Hōhan) 祖堅方範 unterrichtete diese Kunst einigen ausgewählten Schülern.

Machuumura Bushi's Frau

Yunamine Chiru war eine Kampfkünstlerin, besser gesagt eine Kriegerin, Amazone. Sie trug die Spitznamen XXX Chūsama (Tsurusan), was „Kranich“ bedeutet, ausführlicher auch Yunamine nu bushi chū („Yunamine, die Kranichkriegerin“), teilte sie den Spitznamen iheres späteren Ehemannes. Sie war eine prominente und offensichtlich erfolgreiche Dīgumi-Ringerin手組 (japanisiert: Tegumi, ähnlich dem japanischen Sumo). Man sagt, sie nutzte Machūmura' orthodoxe Version der Kata Sēsan ( Takae-Ryu Karate Association schreibt, diese Version ermöglichte es Frauen zu kämpfen, trotz ihres Säuglings auf dem Rücken). Außerdem war sie noch Gewichtheberin, als Tochter eines angesehenen Geschäftsmanns und Kampfkünstlers, mit solch ungewöhnlichen Fähigkeiten, nichts für die ängstliche Männerwelt, mit anderen Worten sie fand lange keinen Ehemann. Ihre Eltern boten schon immer höhere Mitgiften, bis Machūmura sich für sie interessierte (aus welchen Gründen auch immer?...). Es gibt Geschichten, daß er sie vorher testete, Nagamine Shūshin/Shōshin 長嶺将真 schreibt, er hätte traditionell um ihre Hand angehalten, aber sie nach der Hochzeit (1818) auf ihre Fähigkeiten getestet. In den meisten Geschichten zieht er knapp den Kürzeren.

Fazit

Machūmura Bushi war ein ‚Raufbold‛ in jüngeren Jahren und kein Kind von Traurigkeit in späteren. Er diente den drei letzten Ryūkyū-Königen und genoß deren hohe Anerkennung. Was war seine Funktion am Hof? Als hervoragender Kämpfer mit exklusiven Erfahrungen im Tūdī des Suī-Hofes, in die Kampfkunst Sakugawa's und dessen Lehrer, dies bedeutet, meiner Meinung nach, Kenntnisse im Xíngyìquán 形意拳 (oder eines Derivats), im Báihèquán 白鶴拳 (natürlich auch durch seine Frau). Er kannte sich hervorragend mit dem Umgang mit sowohl militärischen, also auch bäuerlichen (‚Dualuse‛-Werkzeugen) Waffen aus. Er suchte sich als Frau eine ebenfalls hervoragende Kämpferin (ob es eine Liebesbeziehung war, ist nicht überliefert). Er reiste nach Japan und China und vielleicht auch nach Anam 安南 oder dessen Nachbarn. Er war Sicherheitschef, spätestens beim dritten König, also Chef der Leibgarde. Er war stand vom Rang her unter Kyan Chufu und über Shishu, Àri, Arakàchi. Er gab mindestens sechs Formen weiter, in mehreren Versionen, vermutlich mit eigenen Änderungen. Es gibr vile Geschichten über ihn, von vielen Kämpfen. Zeitgenossen und nachfolgende erwähnen immer wieder seinen Kanme, seinen feurigen, durchdringenden, beängstigenden und etwas verrückten Blick.

Sein widersprüchliches Todesjahr ist wahrscheinlich einfacher aufzulösen als man denkt: Warum gibt man, unteranderem, 1901 an? - weil sein König in diesem Jahr starb. Er setzte nach dessen Tod vermutlich seinem Leben ein Ende, im Alter zwischen 92 und 103 Jahren. Warum gibt es keine Berichte über seinen Tod? - Weil er im Hause seines Königs in Tokyo starb, er ging natürlich mit ihm in die vom Tennō verordnete Gefangenschaft. Oder hätte man auf Uchinā keine große Trauerfeier veranstaltet?

Asato

Glas

Àsátù (oder eher) Àri Ankū (Dialekt) wuchs als Abkömmling der Familie Àri priviligiert auf und behielt diesen Lebensstandard bis zum Tode bei. Er wurde 1827 im Dorf Àri (auch Àri, jap.: Àsátó) 安里, welches zwischen Suī 首里 und Nāfa 那覇 liegt (bedenke, daß Naha heutzutage aus 78 Bezirken besteht, plus Shuri als eigenständiger Stadteil, das bedeutet, daß es früher aus bis zu 80 Dörfern/Siedlungen bestand).

Die Familie bekleidete den Stand der Samurē, Ankū hatte den Rang eines Tunchi 殿内, ein Lehensherr dem in diesem Falle ein Dorf gehörte.

In seiner Jugend galt Àri als Wunderkind, sowohl in Sachen Kampfkunst als auch in Literatur. Für seine zahlreichen literarischen Werke verwendete er das Pseudonym „Rinkakusai“. 輪郭祭.

Als junger Mann lebte Àri als Schüler bei Machūmura. Dort freundete er sich Shishu an, der denselben Vornamen trug. Machūmura war ein unerbittlich strengeer Lehrer. Der Unterricht lief von Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang. Im Erwachsenenalter, wurde Àri Assistenzlehrer seines Meisters. Àri gründete nie eine eigene Kampfkunstchule, er nahm ausschließlich Privatschüler an. Soweit bekannt, hatte Àri nur zwei Schüler: Funakushi und Ōgusuku Chūgu (jap.: Ōshiro Chōgo)大城長後 〜 大城長後. Die Unterrichtung seiner eigenen Söhne überließ Àri seinem Freund Shishu. Àri hatte ebenfalls strenge Lehrmethoden, beispielsweise ließ er Funakushi jeden Tag dieselbe Kata ununterbrochen wiederholen, für drei Jahre, erst dann lehrte er eine neue Form (das ist zeitlich nicht plausibel, da Funakushi ja mindestens 25 Kata weitergab, aber er erhielt ja keine 25 Formen von Àri). Àri gilt als großer, wenn nicht gar größter Kampfkunstexperte seiner Zeit. Er beherrschte die (militärische) Reitkunst (Bájùtsù 馬術), den Umgang mit dem Bogen und das Jigenryū (wahrscheinlich besser als Machūmura).

Die Reitkunst studierte er, während eines längeren Aufenthaltes in Tokio, bei Megata Masakazu 目賀多 正和, dem Trainer, der einst den Meiji-Kaiser ausgebildet hatte. Er entschied sich für Megatas Unterricht, da dessen Reitstil dem damals aus dem Westen stammenden Trend entsprach und einen so standhaften Mann wie Àri sehr ansprach. Megata bemerkte, daß Àri den neuen Sattel gerne ausprobiert hätte, aber zu bescheiden war, ihn zu fragen. Stattdessen fragte der er ihn. Nach einigem Zureden willigte Àri schließlich ein und wurde von Megata für seine brillante Darbietung und seine Zügelbeherrschung gelobt. Das Bogenschießen lernte er bei Sekiguchi Genta 關口源太. Die Schwertkunst des Jigenryū war wohl sein Steckenpferd, er studierte unter Ishuin Yashichiro 伊集院弥七郎, der auch schon Lehrer von Machūmura war.

Àri konnte sich aufgrund seiner wohlhabenden und einflussreichen Familie zusätzliche Übungsausrüstung leisten. Sein Haus glich einer Trainingsanlage. Es gab stehende und hängende Makiwara 巻藁, verschiedene Holzknüppel und -schwerter, einen Gujinkui 木人樁, Steingewichte, Eisenkugeln zur Stärkung der Griffkraft, Schild und Machete(Tinbē tu rūchin 藤牌肉叉), Nunchaku 雙節棍 〜 双节棍, Eisenknüppel (wahrscheinlich Sai) und sogar ein Holzpferd für Reit- und Bogenschießübungen. Er schaffte sich eine häusliche Umgebung, in der er jederzeit und überall trainieren konnte, wann immer er wollte.

Àri verfügte über äußerst detaillierte Informationen zu allen Kampfkunstexperten, die damals in Uchinā lebten. Diese umfaßten nicht nur einfache Angaben wie Namen und Wohnort, sondern auch detailierte Angaben Fähigkeiten, Tricks und Stärken und Schwächen. Diesbezüglich sagte er zu Funakushi:

[...], daß das Verständnis der Fähigkeiten und Techniken des Gegners die halbe Miete sei, und zitierte Sun Tzu: „Kenne dich selbst und kenne deinen Feind, und du wirst hundert Schlachten gewinnen.“

. Er war derjenige, der erklärte, daß Karate aus ländlichen Tänzen der Ryūkyū-Inseln hervorgegangen ist. Von ihm stammen all die Sprüche, die man Funakushi zuschreibt.

Er beriet den denletzten König in militärischen Angelegenheiten und war bis zur vollständigen Annexion durch Japan, 1879 ein bedeutender Politiker im Amt eines Ministers. Er war es auch, der während der Meiji-Restauration dem Gouverneur riet, uneingeschränkt mit der neu gegründeten Regierung zusammenzuarbeiten und als das Verbot des Tragens von Haarknoten in Kraft trat, gehörte er zu den Ersten, die sich daran hielten.

Das Duell

Berühmtheit erlangte Àri durch den Kampf mit einem der berühmtesten Schwertkämpfer der Satsuma auf Uchinā namens Kanna Yōrin 卡納約林. Kanna war nicht nur für seine Bildung, sondern auch für seine große Beweglichkeit und seinen starken Charakter bekannt. Ihm mangelte es weder an Mut noch an Kampfgeist. Der Samurai griff Àri wiederholt an, und jedes Mal wich Àri aus, fixierte ihn oder entwaffnete ihn beinahe mühelos und besiegte ihn so. Bemerkenswert, daß Àri sich absichtlich unbewaffnet entgegengestellt haben soll, obwohl er doch das Jigenryū meisterlich beherrscht. Es scheint als wollte Àri ein doppelte Demütigung Kanna's und damit der Satsuma's herbeiführen.

Laut Funakushi soll er zahllose Kämpfe bestritten haben, gleich seinem Lehrer Machūmura und ebenfalls unbesiegt hervorgegangen sein. Er soll sogar Hinterhalte in seinem Dorf angelegt haben um Störenfriede, Diebe und andere Kriminelle zu überwältigen.

Fazit

Àri war ein ziemlich hohes Tier am königlichen Hof, er war wohlhabend, ein hervoragender Kämpfer, Schüler und Freund von Machūmura, bester Freund von Shishu bis ans Lebensende, Lehrer von Funakushi, weise, gebildet, politisch absolut auf Höhe der Zeit. Er war dem König treu ergeben, aber pragmatisch genug, sich der neue Zeit und Lage anzupassen. Er war kein Kind von Traurigkeit, konsequent und geradlinig, sowohl in der Kampfkunst, als auch im Leben. Seine Kampfkunst war sowohl alt und traditionell, als auch zeitgemäß. Seine Leidenschaft war der Schwertkampf, sein Karate oder besser Tuidi paßte er diesbezüglich an. Er war Staatsminister und aus diesem Grund in direktem persönlichen Kontakt mit dem König, der perfekt getarnte Leibwächter Nummer Zwei (Nummer Eins war Kyan).

Itosu

Glas

Itosu Ankō hieß in Uchināguchi Shishu Ankū um alles wichtige über ihn zu erfahren, ließ bitte diesen Artikel.

Zusammenfassung

Shishu wird auch Itusu gesprochen, japanisch Itosu gelesen. Shishu war Schüler von Machūmura, Freund von Àri, mit diesem, Lehrer von Funakushi. Er war Sekretär des Königs, also ständig in dessen Nähe. Er war, in Sachen Chinesisch, nicht so gebildet wie Arakàchi. Seine Leidenschaft war nicht der Schwertkampf, seine Leidenschaft war die Kata Pinan 平安, er muß sie gründlich verstanden, ihre Ursprünge gekannt und ihr Potenzial vollständig erfaßt, deshalb auch verändert/angepaßt haben (siehe Pinan).

Er fiel nach der Annexion des Königreichs aus dem Einflußbereich der Aristokratie und verarmte. Er nahm sich offenbar ein Beispiel an seinem Freund Àri und paßte sich der neuen Regierung an und begann das Tuidi in die neue Zeit zu retten. Er promotete das neue Karate mit einigen Helfern und Unterstützern bis es zum Schul- und Universitätssport wurde und in Japan selbst Fuß faßte. Er und nur er kreierte des moderne (japanische) Karate. Seine , die er in einem Brief an das japanische Bildungs- und das Kriegsministerium schrieb, sind die Grundlagen der heutigen Etikette im Karate.

Aragaki

Glas

Aragàki Seishō hieß in Uchināguchi Arakàchi Shīshū um alles wichtige über ihn zu erfahren, ließ bitte den ümfangreichsten Artikel über Aragàki/Arakaki/Arakàchi, den Du im Internet finden kannst..

Fazit

Er stammt aus alter wohlhabender Familie, diese beschützte das Haus Mutubu. Er war hochgebildet, als königlicher Übersetzer von Wort und Schrift, außerdem versiert in Mandarin 北方話 und vermutlich in den Dialekten des Kantonesischen 廣州話 und Min 閩語.

Er war der jüngste der ‚Fünferbande‛, aber vermutlich der intelligenteste. Er war loyal dem König gegenüber, besonders gegenüber der Linie Mutubu. Seine Leidenschaft galt der chinesischen Kultur und Kmpfkunst. Seine Reise nach China, 1870, ist belegt, jedoch nicht der Zeitpunkt der Rückkehr. Entweder blieb er nicht lang und ging 1879 dorthin ins Exil, wie viele seiner höhergestellten Landsleute oder er blieb sehr lange und nutzte den Aufenthalt gleich als Exil. Ich schätze, daß letztere Version eher der Tatsache entspricht. Ein Hinweis darauf ist, daß sein Schüler Higaonna, den er 1870 nach drei Jahren Unterricht wegen seiner Chinareise zurückließ, 1873 selbst nach China reiste (seinem Lehrer hinterher oder auf dessen Einladung?).

Arakàchi studierte schon länger den Weißen Kranich. Es ist nicht belegt, wie oft er vor 1870 in China weilte oder wie lang er, mit wievielen Chinesen er am Hofe Kontakt pflegte. Die besondere Erwähnung der 1870er Reise, läßt eine strategische Flucht (auf königlichem Geheiß hin) vermuten und der Aufenthalt dauerte, entweder bis zur Annexion (1879) oder sogar bis zu Shō Tai's Tod 1901<(em)>, also lang genug für ein ausgiebiges Studium.

Arakàchi ist der Initiator des Naha Te 那覇手, das es vorher so nicht gab, es ist die Kampfkunst außerhalb der Burg Suī (in der das Suīdī, japanisch »Shuri Teº stattfand). Er hat nie einen Stil begründet, weil er klug genug war, um zu wissen, daß es bei der Kampfkunst nicht um den Stil, sondern um das Prinzip geht. Seine Kampfkunst ist, im Gegensatz zu Shishu's, alltagstauglich.

Shuri Te

Glas

Ich habe in der Überschrift absichtlich die etablierte, falsche Transliteration gewählt, da der Leser dieser Seite längst gemerkt hat, das es eine bessere gibt. Suīdī wird uns immer als Kampfkunstrichtung der Stadt, des Stadteils, des Dorfes Suī (Shuri) verkauft, die sich angeblich von den anderen beiden Richtungen (Nāfadī/Nahate, Tumaīdī/Tomarite) unterschieden. Die Verfechter dieser Theorie kommen stets ins Schwimmen, da sich die Formen und sogar die Meister überschneiden und überhaupt nicht klar trennen lassen.

Die Erklärung ist so einfach, wie ernüchternd: Nahate ist die Kampfkunst der gesamten Region Naha, hervorgegangen aus der Kampfkunst des kleineren Hafenviertel, Rotlichtviertel der Kampfkünste der fast achtzig dazugehörenden Dörfer und deren Kampfkunsttraditionen, die noch aus dem alten Uchinādī (Okinawate) stammten und aus dem Dorf Kuninda 久米村 (Kumemura) das vollgestopft mit chinesischen Familie und deren Nachkommen war; Tomarite ist die Kampfkunst des nördlichen Hafens von Naha, in dem vorwiegend chinesische Dschunken ankerten. Alle Tributsschiffe, sowohl die an den chinesischen Kaiser, als auch die von anderen Ryūkyū-Inseln wurden über Tomari abgewickelt. Die dortige Administeation hatte eine gehobenen Stand. Die Kampfkunst Tomari's ist chinesischer und zugleich okinawanischer als das Nahate und das Shurite.

Nahate und Tomarite hätten wir geklärt, was ist nun Shurite?</em

Shurite (wir wechseln ab jetzt wieder in die korrekte Transliteration), Suīdī ist die Kampfkunst des Palastes, genauer, des Burgpalastes und zwar ausschließlich. Diese Kampfkunst hat die Burg Suī, also den Königshof, niemals verlassen. Sie wurde dort eintwickelt und dort beerdigt. Gibt es darüber Aufzeichnungen? - Nein. Schrieben die Leute nichts auf oder konnten sie nicht schreiben? - Sie konnten sehrwohl und sie taten es wahrscheinlich auch (siehe Asato's Aufzeichnungen), jedoch wurde die Burg im WWII, am 27. Mai, vom Schlachtschiff »Mississippiº nach dreitägigem Beschuß vollständig zerstört, der Rest brannte nieder. Also Pustekuchen mit Dokumenten, das gilt auch für Übungsuntensilien. Wer entwickelte Suīdī? - Stellt sich diese Frage wirklich? - Die Palastwache natürlich, mit ihrer Spezialtruppe der Leibwache des Königs und der königlichen Familie. Wer war der Chef der Leibwache? - Zumindest beim letzten König, aber wahrscheinlich schon bei seinem Vorgänger, war es Machūmura. Dessen Vorgänger war nach aller Wahrscheinlichkeit .

Was war die Eigenheit des Suīdī? - Was ist die Aufgabe eines Leibwächters? - Er hat auf Teufel komm raus seinen Klienten, seinen Herrn zu schützen, ohne Gnade, ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Rücksicht auf Verlust von Menschenleben, sogar des eigenen. Ein Leibwächter ob früher oder heute hat keine humanitären Züge, keine Skrupel einen, wenn auch nur vermeintlichen, Angreifer auf schnellstmöglichem Wege ins Jenseits zu befördern. Er schießt, um zu töten, er schlägt, um zu töten - ikken hissatsu.

Die Ursprünge des Suīdī sind die gleichen, wie die des Nāfadī und Tumaīdī, des Tuīdī überhaupt, mit den speziellen Nuancen, bedingt durch die Übertragungslinien.

Was also ist der Unterschied zwischen diesen drei Richtungen? - Suīdī war nie öffentlich zu sehen, es sei den ein Leibwächter wandte die Kunst in der Öffentlichkeit an. Dies kam natürlich vor, doch diese Leute waren so flink, daß sich niemand daraus etwas mitnehmen konnte. Heutzutage schauen wir uns die Kameraaufnahme einfach nochmal an, damals gab es nur den einen ‚Live-Take‛. Waren die Techniken geheim? - Die Techniken nicht, den diese existierten sowieso im Tuīdī, aber die Ausführung und Anwendung war gut gehütet.

Das Suīdī geht, meines Erachtens nach, direkt auf Kusanku zurück und gab es in dieser Form auf Uchinā (Okinawa) nicht. Was ist an Kusanku's Kampfkunst besonders? - Er brachte das Xíngyìqchuán 形意拳 auf die Insel bzw. eine Form davon. Was ist am Xíngyì so besonders? - Es kommt direkt vom Militär (Yue Fei entwickelte es für seine Spezialtruppe), es war ein gut gehütetes Geheimnis innerhalb des chinesischen Militärs. Es ist höchst effektiv, einfach strukturiert, geradlinig, kompromißlos und keineswegs defensiv angelegt. Es arbeitet auf der Basis von Masse mal Geschwindigkeit im Sekundenquadrat. Dieses Konzept ist bei anderen chinesischen Stilen zwar genauso verbaut, war aber auf Uchinā so nicht üblich, wir erinnern uns: Asato sagte die Kampfkunst beruhe auf den Tänzen. Xíngyì tanzt nicht. Xíngyì ist linear. Mit anderen Worten, es war eine neue Art der Kampfkunst, wie gemacht für Leibwächter. Mit der genannten Formel, waren auch relativ kleine Uchinānchū (Okinawaner) in der Lage große Gegner auszuschalten.

Machūmura oder sein Vorgänger paßten diese Kunst nur noch der Palastanlage an. Nur der Laie denkt, daß sich Kampfkunst nicht mit der Umgebung ändert. Leibwächter stehen jeweils links und rechts hinter dem König (Thron). Der linke verteidigt nach vorn und links, der rechte nach vorn und rechts, sie werfen sich umgehend zwischen den König und die Bedrohung, die, in welcher Form und Intensität auch immer, auftritt. Dabei muß (mindestens) ein Leibwächter sofort den König in Sicherheit bringen, daß heißt an einen anderen Ort (n einen Raum, in einen anderen Raum, ein anderes Haus, in die Burg, aus der Burg heraus, etc. je nach Fall). Die Kampfkunst eines Leibwächters ist in erster Instanz ‚Teamwork‛, einer schützt, einer schlägt eine Bresche, einer lenkt ab usw., kein Leibwächter benutzt dazu „Abwehrtechniken‟, die Verteidigung besteht im Angriff. Um das Ziel, also den König, zu verringern, zu verkleinern, muß diese unten gehalten werden. Wohin geht die häufigste Auftaktbewegung einer Kata oder genauer gesagt die zweite Bewegung?

Personenschutzstrategie

Das Wichtigste am Personenschutz habe ich gerade erwähnt. Ich möchte zu Bedenken geben, daß sich der Schutz einer Person seit Jahrhunderten in den Grundprinzipien nicht geändert hat, nur die Umstände sind heutzutage vielfältiger, z.B. sind Prominente und Politiker häufiger in der Öffentlichkeit unterwegs und durchaus von Menschenmassen umringt, ein König geht nur selten ins Volk und wenn, dann nur mit riesigem Abstand, er reist vielleicht, doch nur auf „gesäuberten‟ Straßen (vgl. die amerik. Präsidenten), mit knieenden oder mindestens gebeugten Passanten am Straßenrand. Der Ort, wo er die höchste Gefährdungsstufe hat, ist in seinem Palast oder im in einem fremden. Bleiben wir bei ersterem und in der Burg in Suī. Es gab eine Empfangshalle (behalte dieses Wort im Kopf), ein König (ger größte aller Halunken) saß mit dem Rücken zur Wand, hinter sich nur die Leute, die für in sterben würden (Familie / Vertraute / Leibwächter). Es gab mindestens eine Fluchttür links oder/und rechts vom Thron (man bringt einen König nicht in Sicherheit, wenn man vorher den Raum queren muß). Vor ihm links und rechts ist soviel freier Platz, daß jeder Angreifer mindestens zehn Schritte machen müßte. Der Thron befindet sich auf einem Podest, so daß man ‚bergauf‛ kämpfen muß. Die empfangenen Menschen treten möglichst durch einen verengten Korridor ein, damit sie hintereinander gehen müssen, möglichst nur in Zweier- oder Dreierreihe. Optimal ist ein niedriger Eingang, damit sich der Eintretende beugen muß oder man verlangt den gebeugten Eintritt, alternativ kann man auch eine hohe Türschwelle, am besten einen Balken, anbringen damit jeder beim Betreten auf einem Bein stehen muß, ideal ist beides.

Im Falle des Ryūkyū-Königs waren die häufigsten Anlässe für eine Audienz, vermutlich der Empfang chinesischer oder gelegentlich anderer ausländischer Gesandschaften, der Empfang von Vertretern der Satsuma-Besatzugsmacht oder kaiserlichen Gesandten des Tennō, Empfang untergebener Adliger und vielleicht auch Bittsteller aus den oberen Schichten des normalen Volkes, eventuelle Feierlichkeiten sind nicht zu vergessen.

Das ist ja alles kein Problem, man läßt die Besucher einfach nur unbewaffnet eintreten, die Leibwächter sind ja bewaffnet. - Ganz so einfach war es nicht. Erstens: die chinesischen Gesandschaft kamen von der Seite der Tributsmacht, das heißt sie sind im Allgemeinen höhergestellt, die japanischen kaiserlichen Gesandschaften standen über der Besatzungsmacht, waren höhergestellt, die Satsuma waren Besatzungsmacht, waren höhergestellt. Für diese drei Gruppen galt keine Einschränkung zum Tragen von Waffen, Höhergestellte kann man nicht entwaffnen, eventuell verzichten diese aus Höflichkeit. Zweitens: die Satsuma verhängten ein Waffenverbot und dies galt vor allem für die Adligen, Höflinge, deren Leibwächter (!) und betraf das Tragen von Schwertern und ähnlichen Kriegswaffen (In den Karatebüchern wird regelmäßig ein generelles Waffenverbot für die gesamte Bevölkerung und für alle eisernen Hieb und Stichwaffen erwähnt, dies hat es, laut vielen Historikern, so nicht bzw. nur temporär gegeben. Ryūkyū ist arm an eigenem Eisenvorkommen, mußte also Rohstoffe für Waffen oder die Waffen selbst einführen. Die Satsuma bezweckten mit ihrem Verbot nur die Schwächung des Widerstandes, der immer existierte.) Das bedeutet die Palastwache, die Leibwächter waren faktisch unbewaffnet, mußten sich aber im Ernstfall gegen bewaffnete Gegner zu Wehr setzen (Karate - Leere Hand). Versteckte Waffen zu tragen bringt einem Personenschützer keine Vorteile im normalen Einsatz, da sie ja erst hervorgeholt werden müssen. Nur wenn die Situation schon verfahren ist und man sich vielleicht schon in Gefangenschaft befindet machen versteckte Waffen Sinn. Die einzigen Waffen sind Alltagsgegenstände, die man sogar offen tragen kann, dazu gehören der Gürtel (bzw. die Bauchbinde), das Hachimaki 鉢巻 (Stirnband), der allgegenwärtige Handfächer, möglichst aus Hartholz oder Metall, der Tuschestein /-topf des Sekretärs und dessen Schreibunterlage, das Tablet des Dieners, der Weihrauchtopf des Priesters usw. usf.. Bekommen wir jetzt eine Vorstellung?

Der un- oder spärlich bewaffnete Leibwächter mußte sich im Vorfeld genaustens bewußt werden, welche Situationen entstehen konnte und die dafür passende „Exit-Strategie‟ entwerfen, dabei fielen unterschiedlichen Leibwächtern unterschiedliche Aufgaben zu, die sie aber auch untereinander tauschen konnten/mußten. Gleichzeitig ist es strategisch klug, Personen als Leibwächter einzusetzem, die als solche nicht erkannt werden - Kyan: Stabschef, Itosu: Sekretär, Àsátó: Minister, Aragàki: Dolmetscher, nur Matsumura bleibt offizieller Chef der Leibwache. Was ist eine Kata? Ist sie nicht ein Strategieplan, eine Vorlage für methodische Vorgehensweisen.

Kata

Vor Machūmura finden spezielle Kata kaum Erwähnung, man weiß von Hijā Pēkumi Machū (jap.: Higa Peichin Matsu)比嘉親雲上松, daß er mehrere Versionen der Sanchin 三戦 und da er Schüler von Zhāng Xuélǐ 张学礼 (besser bakannt als Wanshū / Wāng Jí 腕秀 〜 汪輯) war, dessen Formen (Hakuchū[Hakutsuru]/Paipuren/Ikinkyu damu[Ekenkyo daruma]/Wanshū[Enpi]?), Sakugawa lernte von Takahara Pēkumi 嵩原親雲上 einem Schüler Hijā's, außerdem von Kūshankū 公相君, der wohl eine besondere Rolle für das Suīdī spielt. Von Machūmura wird behauptet er habe Naif(u)ànchi(n) (Naihan-chi[n]/-chen/-sen/Nèifànzhi) 内畔戦 〜 内範置, Pátsāi (Pássāi/Bátsāi/Bássāi) 抜塞, Kūshankū (Kūsankū/Kōs[h]ōkun), Chintō/Gangaku 鎮東 〜 岩鶴, Sēsan/Seisan 十三 und Ūsēshi (Ūseishi/Gojūshiho/Sūshiho/Hōtaku) 五十四歩 gelehrt/kreiert. Beginnen wir mit Nèifànchi (dies ist meine favorisierte Transliteration), in der (falschen) Übersetzung: „seitwärts kämpfen‟, abgesehen davon, daß die Schriftzeichen es nicht wirklich hergeben, sagen die Chinesen die ursprüngliche Form würde sich ausschließlich vorwärts bewegen. Machūmura hat diese Form verändert, sie dient dazu, sich an der Wand entlang zu bewegen und dabei den König auf dem Weg zur Fluchttür zu verteidigen - seitwärts kämpfend. Dem Verständigen wird klar, daß diese Form nicht ausschließlich seitwärts, sondern auch nach vorn kämpft und das genau ist die Situation, man hat Gegner von drei Seiten, hinter sich der König und dann die Wand.

Naihanchi / Neifanchi

Nèifànchi hat seltsame Techniken mit einem waagerechten Arm vor der Brust. Warum? Man muß den König mit sich ziehen um ihn nicht zu verlieren und andererseits kann man auch Gegner mit sich ziehen, die als Schutzschild dienen. Probier es aus! In seinem Buch sieht man Mutubu, das er genau das berücksichtigt, er ist übrigens der Einzige, dem man auf seinen Fotos den realen Kämpfer ansieht. Die Fotos von Funakushi sind statisch, unrealistisch, Mutubu kämpft, er posiert nicht.

Bassai / Patsai

Die Bedeutung der Schriftzeichen ergibt mehrere Möglichkeiten: herausziehen, extrahieren, ergreifen, einnehmen; strategisch wichtiger Ort, Festung; Funakushi verwendet 拔凎 als „in eine Festung einbrechen“. Wer will (als Leibwächter) in eine Festung einbrechen?. Bleiben wir bei Funakushi, dann handelt es sich um eine Geiselbefreiung (keine Verteidigung, reiner Angriff). Sollte sich der König in Geiselhaft befinden, hat der Leibwächter schon versagt, also ist das eine zweitrangige Erklärung. Was ist die erste Technik der Passai?. Ein Sprung in die Menge, gefolgt davon die Menge von innen heraus zu zerstören. Es erinnert ein wenig an die Befreiung einer Person, ist aber nicht primär. Strategisch gedacht, ein Leibwächter springt in die feindliche Meute und sprengt sie auseinander, er stiftet Tumult und Chaos, lenkt die Aufmerksamkeit auf sich, nur damit die anderen in der Zwischenzeit den König in Sicherheit bringen können. Plausibel?

Kusanku

Ob die Kata Kūshankū tatsächlich der ursprünglichen Form entspricht, ist nciht geklärt. Ich bin mir sicher, daß Kūshankū die Pinan lehrte mit einigen Eigenheiten, die in den heutigen Pinan-Formen nicht zu finden sind. Die Kūshankū selbst ist eine Verkürzung. Machūmura verkürzte sie, weil er sie seinen (beruflichen) Bedürfnissen anpaßte (er selbst übte sie vielleicht ganz anders). Die Form befaßt sich mit Angrefern von drei Seiten (der könig sitzt mit dem Rücken zur Wand), diese werden nicht nur eliminiert, sondern auch festgehalten, mitgeschleift, gegen andere geschleudert. Die erste Bewegung („in den Himmel schauen‟) ist so vielfältig verwendbar, daß es gar nicht auffällt, daß es sich urspründlich um das Yìjīn Jīng 易筋經 handelt. Die einfachste Anwendung ist die Ergreifung eines (Schwert-)Schlages von oben, Entwaffnung, Töten des Gegners mit dessen eigener Waffe.

Seisan

Sēsan verkörpert die 13 Prinzipien der chinesischen Kampfkünste, wekche in wenigen Stilen, wie z.B. im Tàijíchuán 太極拳 bis heute berücksichtigt werden. Sie ist eine der ältesten Formen überhaupt und existierte offensichtlich schon sehr lange auf Uchinā, wer sie dorthin brachte ist ungeklärt. Die Uchinā-Version der Sēsan kam sicherlich aus dem Báihèchuán, sie ist stilübergreifend die am weitesten verbreitete Kata. Machūmura hatte sie sicherlich bei Sakugawa gelernt. Die Fülle an Tricks, die diese Form beinhaltet machte sie sicherlich für jeden Kampfkünstler attraktiv.

Chinto

Die Chintō teilte sich Machūmura mit seinem Freund Machūshira (Matsumora Kōsaku 松茂良興作), beide lernten diese Form von einem schiffbrüchigen Chinesen. Dieser hauste in einer Höhle am Strand und bestahl die Einheimischen (er hatte ja kein Einkommen als Schiffbrüchiger). Machūshira sollte den Chinesen zur Rechnschaft ziehen, vielleicht verhaften, also nahm er seinen Freung Machūmura mit. Die beiden kämpften mit dem Chinesen und hatten wohl nicht die geringste Chance, ihm habhaft zu werden. Nachdem sie die Aussichtslosigkeit akzeptiert und wohl etliche blaue Flecken davongetragen hatten, vertrugen sie sich mit ihm und baten um Unterweisung. Beide lernten eine Form von ihm, die sie Chintō nannten, aber grundverschieden waren. Chintō wird als „Kranich auf dem Felsen‟ übersetzt, dies ist, meiner Meinung nach eine Verballhornung oder eine Eselsbrücke. Chintō verweist eindeutig auf die Herkunft der Form, nähmlich auf eine Siedlung namens Zhèndōng 鎮東 im Distrikt Kāi Xiàn 開州區 in der direktverwalteten Stadtgemeinde Chóngqìng 重慶. Das man Formen oder Stile nach einem bestimmten Herkunftsgebiet benannte, war in China üblich.

Useishi / Gojushiho

Die Ūsēshi ist eine heikle Angelegenheit, man versteigt sich leicht in Vermutungen und landet auf dem Holzweg. Fakt ist, sie wurde nicht, wie behauptet, von Machūmura entwickelt, eventuell verändert, sie erinnert an das Mutuburyū, mit vielen Greif- und Wurfsequenzen. Mich erinnert sie an Teile der Pǎipùren 百零八 die Wāng Jí unterrichtet und, meines Erachtens nach, zerstückelte und unterschiedlich zusammensetzte, passend für unterschiedliche Schüler.

Fazit

Suīdī / Shurite ist die Kampfkunst der Leibwächter, es hat mit dem vorhergehende Tuīdī nur begingt zu tun. Machūmura optimierte die alten im bekannten Kata zum Zwecke der Verteidigung seines Königs. Er kreierte keine einzige Kata. Er hatte eine persönliche Kampfkunst, die er an bestimmte Leute und seine Kinder weitergab, dies ist aber nicht das Karate, das wir heute als Shurite oder Shōrinryū 少林流 oder vergleichbare Strömungen, existiert. Machūmura's Personenschutzversion ist geradlinig wie das Xíngyìchuán und baut daruf auf, er „begradigte‟ zirkulare Formen. Er hatte bei verschiedenen Kata, verschiedene Situationen im Kopf, daß bestimmte Aufgaben von verschiedenen Personen ausgeführt wurden. Die Kata wurden nicht nur strategisch angepaßt, sie wurden auch auf einen Zweck hin geändert: Ikken hissatsu 一拳必殺. Der spätere Satz Funakushi's, der auf eine Aussage von Shishu beruht, wirkt diametral entgegen, der Satz lautet: Karate ni sente nashi. 空手に先手なし。. Dem sinngemäßen Spruch Funakushi's Im Karate gibt es keinen Angriff. stand davor die Losung Mit einem Schlag töten. entgegen. Shishu / Itosu bestätigt letzteres durch eines seiner „Zehn Gebote‟:

唐手は体育を養成する而己(のみ)ならず、何れの時君親の為めには身命をも不惜(おしまず)、義勇公に奉ずるの旨意(しい)にして、決して一人の敵と戦ふ旨意に非ず。就(つい)ては、万一盗賊又は乱法人に逢ふ時は、成丈(なるた)け打ちはずし(す)べし。
Tō Te Wa Taiiku O Yōsei Suru ér Onore ( Nomi ) Nara Zu , Izure No Toki Kimi Oya No Tame Me Ni Wa Shinmyō O Mo Fushaku ( O Shi Mazu ) , Giyū Kō Ni Hōzuru No Mune i ( Shī ) Nishi Te , Kesshite Hitori No Teki To Tatakafu Mune i Ni Hi Zu . jiù ( Tsui ) Te Wa , Man Ichi Tōzoku Matawa Ran Hōjin Ni féng Fu Toki Wa , Nari Take ( Naru Ta ) Ke Uchi Hazushi ( Su ) Beshi .
Karate ist nicht nur körperliches Training; es bedeutet auch die Bereitschaft, sein Leben für den Meister und die Eltern zu opfern und der Allgemeinheit mutig zu dienen – niemals den Kampf gegen einen einzelnen Feind. Im Gegenteil: Solltest du einem Dieb oder Rebellen begegnen, solltest du alles daransetzen, ihn zu vernichten.

Suīdī ist technisch gesehen der Vorgänger des heutigen Karate, aber atmet einen völlig anderen „Spirit‟, nicht den Geist des Budō 武道, sondern den Geist des Budjutsu 武術 und Búgèi 武藝. Die Anwendungsmöglichkeiten waren allesamt realistisch und praxiserprobt, im Gegensatz zu dem haarsträubenden Bunkai 分解, das man nach dem WWII anbietet.

Suīdī war auch nicht vorangig als Zweikampf konzipiert, sondern als eine Kampftruppe gegen einen oder mehrere Angreifer, aber nicht zu eigenen Selbstverteidigung, sondern zum Schutz einer oder mehrerer Personen bzw. deren Rettung, zur (Wieder-)Herstellung von Recht und Ordnung und nicht von harmonischen Beziehungen.

Die Anwendung von „Blocktechniken‟ fand nicht statt, diese kosten unnötige Zeit und vielleicht unnötig das Leben. Die Anwendung von „Kyūsho‟ 急所 fand nicht statt, weil es sich zu zeitraubend gestaltet, mehrere Punkte zu manipulieren, statt mit einem Schlag zu töten. Die Anwendung von „Qì (Ki)‟ fand nicht statt (nach 1879 änderte sich das bei einigen Meistern), die Leibwächter unter Machūmura, präferierten das Momentum, den Impuls, Masse mal Geschwindigkeit im Sekundenquadrat.

Bemerkenswertes

Machūmura wird nach 1879 nur in Vergangenheitsform erwähnt. Kyan verschwindet von der Bildfläche (ging er mit nach Tokyo?), Arakàchi studierte in China das Báihèquán 白鶴拳 und begründete bei seiner Rückkehr das neue Nahate. Àri (Àsátó) verlor nach 1879 zwar nicht an Einfluß (politisch, wie Kampfkunst-technisch), da er sich (zumindest offiziell) strikt den neuen Gegebenheiten anpaßte, aber er verlor an Ansehen, zog später nach Tokyo, wahrscheinlich als eine Art „ständiger Vertreter‟. Er prägte Funakushi's (ab 1879 Funakoshi) komplettes Karate und Leben, dessen Bücher sind, sozusagen, Àsátó's Bücher. Àsátó war bis zu seinem Tod mit Itosu eng befreundet. Shishu (Itosu) unterrichtete von 1879 bis 1901/02 ca. zwanzig Schüler im „Geheimen‟. Ich vermute er bildete eine neue Generation Leibwächter aus, zu welchem Zweck auch immer (neue Schutzbedürftige?; Hoffnung auf Rückkehr des Königs?; Revolte?), jedenfalls ging er 1901, nach dem Tod seines Könings, mit seinem Shurite in die Öffentlichkeit und unterrichtete an Schulen, Militärhochschulen u.ä., vielleicht auf Anraten seines Freundes Àsátó. Er promotet seine Pinan, über die ich hier ausführlicher schreibe.

Ein wichtiger Aspekt der Verbindung des Shurite zum modernen Karate, ist die Art zu üben. Das Training der Leibwächter fand natürlich dort statt, wo es potenziell zur Anwendung kam, in der Empfangshalle der Burg. Warum nicht im Freien? - Damit man es nicht ausspionieren konnte. Das heißt: es fand auf glattem Boden, bei guter Beleuchtung statt. Erinnert uns das nicht an unser Dōjō 道場?!

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