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Chinesischer Schriftzug G.H.T.K.A.

独逸白鶴手拳法古武術協会

doitsu hakuchuu ti kenpo kobujutsu kyokai – G.H.T.K.A.

Chinto

鎮東 鎮闘・鎮党

Chinto

Glas

Die Chintō teilte sich Machūmùrá/Machūsue 【Buchō【 Sūkun (Matsumùrá „Bushi‟ Sōkon) 松村宗棍 mit seinem Freund Machūshira (Matsumora Kōsaku 松茂良興作), beide lernten diese Form von einem schiffbrüchigen Chinesen. Dieser hauste in einer Höhle am Strand und bestahl die Einheimischen (er hatte ja kein Einkommen als Schiffbrüchiger). Machūshira sollte den Chinesen zur Rechnschaft ziehen, vielleicht verhaften, also nahm er seinen Freung Machūmura mit. Die beiden kämpften mit dem Chinesen und hatten wohl nicht die geringste Chance, ihm habhaft zu werden. Nachdem sie die Aussichtslosigkeit akzeptiert und wohl etliche blaue Flecken davongetragen hatten, vertrugen sie sich mit ihm gaben ihm Verpflegung und Kleidung und baten um Unterweisung. Beide lernten eine Form von ihm, die sie Chintō nannten, aber grundverschieden waren. Chintō wird als „Kämpfer aus dem Osten‟ übersetzt, dies ist, meiner Meinung nach eine Verballhornung oder eine Eselsbrücke. Chintō verweist eindeutig auf die Herkunft der Form, nähmlich auf eine Siedlung namens Zhèndōng 鎮東 im Distrikt Kāi Xiàn 開州區 in der direktverwalteten Stadtgemeinde Chóngqìng 重慶. Das man Formen oder Stile nach einem bestimmten Herkunftsgebiet benannte, war in China üblich.

Die Kata wurde erst öffentlich bekannt, nachdem Itosu seine Lehrgenehmigung erhielt. Seit dem wird auch die Schiffbrüchigen-Geschichte erzählt. Ich glaube, daß es nicht ungewöhnlich war, daß vor Tumaī [Tomari] Schiffe strandeten oder sanken. Tumaī war der Tributhafen, das heißt jegliche Tributforderungen der Chinesen wurde über diesen Hafen abgewickelt. Das heißt auch der Hafen war voll mit chinesisch Schiffen und Chinesen. Gestrandete Schiffe konnten repariert werden, nur die Besatzung war dadurch gezwungen länger an Land zu bleiben. Chinesische Seeleute deren Schiff verloren war, hatten nicht immer die Möglichkeit zurück zu gelangen bzw. mußten sich das Fahrgeld verdienen. Die Geschichte mit dem Schiffbrüchigen hat sich garantiert viele Male wiederholt, auf mehr oder weniger spektakuläre Weise. Es dürfen vielmehr als einen chinesischen Seemann oder Passagier gegeben haben, der seine Kunst weitergegeben oder verkauft hat.

Funakoshi schrieb: „Zu denjenigen, die von einem Schiffbrüchigen aus Anan in Fuzhou unterrichtet wurden, gehören: Gusukuma und Kanagusuku (Chinto), Matsumora und Oyadomari (Chinti), Yamasato (Jiin) und Nakasato (Jitte), alle aus Tomari, die die Kata unabhängig voneinander erlernten. Der Lehrer hatte es eilig, in sein Heimatland zurückzukehren.“

Mit Gusukuma 城間 dürfte nicht Gusukuma Shinpan 城間真繁 gemeint sein, da dieser zu jung. Vermutlich ist es dessen Vater oder Großvater gewesen, der von einem chinesischen Seefahrer oder Passagier die Chintō lernte, deren gesicherte Namen habe ich aber nirgends finden können. Es gab einen Gusukuma Nabe 城間鍋 und einen Gusukuma Seibi 城間盛美, der Erste etwas zu jung, der Zweite etwas zu alt, der Stammbaum geht auf einen Gusukuma Shūshin 城間秀信 (16.Jh.) zurück.

Der erwähnte Kanagusuku 兼城 stammt von Kanegusuku Uēkata Chūten (jap.: Futenma Chōten) 兼城親方朝典 普天間朝典 auch bekannt als Shō Kan 向寛 ab oder war dieser selbst. Es gab auch einen Kanagusuku Sanra 兼城桑拉 der noch in die Zeit paßt.

Beide Familien waren groß, mit verzweigten Stammbäumen

Matsumora Kōsaku 松茂良興作, eigentlich Machūshira Ēnchō und Oyadomari Kokan 親泊興寛, eigentlich Ūyadumaī Kūkan haben sicherlich nicht nur die Chintī gelernt haben, ich habe dazu schon geschrieben.

Zu Yamasato (Vorname unbekannt, vermutlich Yūshī) 山里, eigentlich Sanga kann ich nichts vernünftiges sagen. Dies gilt ebenfalls zu Nakasato (Vorname unbekannt, vermutlich Gunichi oder Matsu/Machū) 仲里.

Itosu Ānkō 糸洲安恒, eigentlich Ichiji (Shishu) Ānchū/Ānchisa unterrichtete eine andere Version der Chintō, obwohl er nach eigenen Angaben (Funakoshi) bei Gusukuma lernte. Diese oder eine weiter veränderte Version fand Einzug in das heutige Shōtōkan 松涛館 und heißt jetzt Gangaku/Gengaku 岩鶴.

Über Machūsue/Matsumùrá zerreißen sich die Experten gegenseitig in der Luft. Nun er war Chef der Leibwächter von drei oder mindestens zwei Königen, er half seinem Schüler und Freund Machūshira bei diesem Problem mit dem Chinesen, weil sein Freund wahrscheinlich der Polizeichef von Tumaī war (zumindest hatte er eine autoritäre Position inne), sie kamen gegen den Chinesen nicht an, freundeten sich mit ihm an und wurden für Essen und Kleidung mit Unterricht bezahlt. Beide lernten unterschiedliche Version, dies entspricht der chinesischen Lehrmethode, bei der die Kunst dem Charakter des Schüler's angepaßt wird, nicht umgekehrt.

Die Chintō hat einen typisch chinesisches Embusen 演武線 und folgt einer geraden Linie, vor und zurück. Teile von ihr flossen in andere Kata ein. Sie ist nach Kushanku, , , Nai(f/h)anchi(n) / Neifanzhi und Paipuren eine der ältesten Kata auf Uchinā.

Zu den Geschichten findest Du weitere Gedanken.

Otsuka Hironori

Tomarite

Shimabukuro Zenshun

Makishi Tetsuo, Matsubayshiryu

Isshinryu

Shitoryu

 

Wadoryu

Okinawa Kokosei Taikai 2009

Lemus

Advincula

Kanazawa Gangaku

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